{"id":283,"date":"2012-12-02T20:18:23","date_gmt":"2012-12-02T18:18:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joergobenauer.de\/wp01\/?page_id=283"},"modified":"2022-01-12T20:33:42","modified_gmt":"2022-01-12T18:33:42","slug":"presse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.joergobenauer.de\/?page_id=283","title":{"rendered":"PRESSE"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Hanauer Anzeiger &#8211; 01.12.2022 <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #999999;\">&#8211;<\/span> <span style=\"color: #999999;\">Kampf zwischen Hell und Dunkel &#8211; Lichtinstallationen &#8222;Qbits&#8220; von Joerg Obenauer sind in der Arp-Galerie zu sehen &#8211; Autor: Matthias Gr\u00fcnewald<\/span><\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Hanau &#8211; Zwei Jahre musste Joerg Obenauer auf seine Ausstellung warten, immer wieder kam Corona dazwischen.<br \/>\nJetzt aber wagen die Arp-Galerie und der Hanauer Lichtku\u0308nstler, allen Schwierigkeiten zum Trotz, eine Werkschau von Lichtobjekten in der Nordstra\u00dfe 8.<br \/>\nDas Besondere:<br \/>\nDie Installationen sind auch von der Stra\u00dfe einsehbar und entfalten eine Anziehung, die zum N\u00e4herkommen einl\u00e4dt.<br \/>\n\u201eQbits\u201c, so der Titel der Lichtobjekte, bei denen der Ku\u0308nstler Acrylglas, das zuvor mittels CNC-Fr\u00e4se aus einem Block gearbeitet wurde, auf einen Betonsockel montiert.<br \/>\nFarbige LEDs und eine elektronische Schaltung lassen die Objekte in flackerndem Licht leuchten.<br \/>\nDer Titel ist dabei der Welt der Quantencomputer entlehnt, sagt Obenauer, und spielt zudem mit der Form der Objekte, die einem Kubus \u00e4hneln.<br \/>\nSeit Obenauer in Kindertagen eine Taschenlampe auf einen Plattenspieler montierte, l\u00e4sst ihn das Medium Licht nicht mehr los. Ein Studium an der Hochschule fu\u0308r Gestaltung in Offenbach war da nur folgerichtig.<br \/>\nSeit nunmehr 25 Jahren arbeitet er mit Licht und Objekten. Seine Arbeiten<br \/>\nilluminieren R\u00e4ume wie Clubs oder Bars. \u201eIch fu\u0308hle mich der elektronischen Musik verbunden\u201c, erz\u00e4hlt Obenauer. \u201eDa ich aber selbst<br \/>\nnicht besonders musikalisch bin, habe ich nach einer anderen Ausdrucksweise gesucht.\u201c<br \/>\nEntstanden sind so Objekte, die die Atmosph\u00e4re aufgreifen und den Betrachter zu einer eigenen Wahrnehmung einladen.<br \/>\nDie leuchtenden Qbits in Orange, Rot, Gru\u0308n oder Lila sind vor allem in der dunklen Jahreszeit eine den Sinnen schmeichelnde Erinnerung an das Licht.<br \/>\nIhr schnelles, flackerndes Spiel zwischen Verl\u00f6schen und Erleuchten erinnert hier fast an einen ewigen Kampf zwischen Hell und Dunkel. Zumindest die Objekte erweisen sich dabei als Sieger &#8211; zumindest so lange<br \/>\neine Verbindung zur Steckdose besteht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff5100;\"><strong>Berliner Zeitung &#8211; 27.05.2008<\/strong><\/span>\u00a0<span style=\"color: #999999;\">&#8211;\u00a0<strong>Minimalistentreffen<\/strong>\u00a0&#8211;\u00a0<strong>Abstrakt, konkret, poetisch &#8211; eine Schau der Wendt + Friedmann Galerie &#8211; Autorin: Ingeborg Ruthe<\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u00dcber die Bilderflut &#8211; mancher sagt inzwischen auch &#8222;Bilderbrei&#8220; &#8211; in den kaum mehr z\u00e4hlbaren Berliner Galerien wird ja viel gejubelt. Oder geschimpft. Deshalb, weil der 99. Aufguss der Pop Art, des Action Paintings, des Expressionismus, Surrealismus oder des Romantischen Realismus die sich frappierend ausdehnenden Kunstszenen und -orte immer beliebiger werden lassen.<\/p>\n<p>Inmitten dieses Prozesses indes wagen Galeristen so etwas wie Verweigerung und gehen mit der Retro-Manie strikt und streng reduziert um. Als sollte das besagen: Weniger ist mehr. Die hundert Jahre alten Manifeste der Abstrakten, in denen Mondrian, Kandinsky, Malewitsch, Kupka, Adolf H\u00f6lzel oder Paul Klee die Befreiung der Bilder vom Ballast der gegenst\u00e4ndlichen Welt forderten, scheint aufzuleuchten im Auftritt dieses Abstrakten-Quartetts in der Wendt + Friedmann Galerie.<br \/>\nUnd dazu kommen die strengen Formen des Minimalismus der Sechzigerjahre, dieses Bem\u00fchen um klare, einfache geometrische Prim\u00e4rstrukturen und das konzeptuelle, jedoch keineswegs unsinnliche Verbinden von Material, Licht, Raum. Die Berliner Galerie hat Imi Knoebel, den aus Dessau stammenden D\u00fcsseldorfer Altmeister der abstrakt-minimalistischen Malerei eingeladen und nur ein einziges Bild des einstigen Beuys-Sch\u00fclers in einen Dialog gebracht mit den Arbeiten des jungen Malers Alex Klenz, Absolvent der Kunsthochschule Wei\u00dfensee. Knoebels &#8222;Pure Freude&#8220;, bestehend aus viel Grau und einem kleinen, blass l\u00e4chelnden und wie schwerelos schwebendem Pink wirken als sanfte Ermunterung des \u00c4lteren f\u00fcr die ungest\u00fcmen gelb-braunen Splitterformen des Jungen.<br \/>\nDas von Klenz benutzte Material MDF, ein Material, das oft auch f\u00fcr Architekturmodelle genommen wird, tr\u00e4gt, je b\u00e4ndigt das heftige geometrische Gef\u00fcge. Klenz betont konsequent das Zweidimensionale seiner Malerei und desillusioniert die Vorstellung von Plastizit\u00e4t, die geometrischer Malerei immer wieder gern zugeschrieben wird. Er malt mit Alkydharzlack auf besagte MDF-Platten. Sperrige Formen werden durch akkurat mit Tape eingegrenzte Lackfarbfelder bedeckt. Der Trocknungsprozess dauert Tage, zumal der Maler oft bis zu f\u00fcnf Schichten ben\u00f6tigt, um diese perfekten, &#8222;reinen&#8220; Oberfl\u00e4chen zu erreichen.<br \/>\nDie &#8222;Unterhaltung&#8220; zwischen Knoebel und Klenz ist spannend: Knoebels Bildsprache ist von den russischen Konstruktivisten &#8211; vor allem Malewitsch &#8211; inspiriert und extrem reduziert auf die geometrischen Grundmotive. Klenz&#8216; schlichte und akribische Material\u00e4sthetik, dazu die leuchtenden Farben lassen seine Bilder wie kosmische Schwebeteile, mitunter aber auch Geschosse an der Wand wirken, die spitzigen, fast kristallinen Formen aber k\u00f6nnten, frei in den Raum entlassen, auch hart auftreffen. Das Gef\u00fchl jedenfalls hat man als Betrachter. Klenz&#8216; Geometrien haben Dynamik und Strahlkraft, Farbe dr\u00e4ngt gegen Form, Linie gegen Struktur. Wucht trifft auf Poesie.<\/p>\n<p><strong>Im Galerieraum davor entsteht zwischen Joerg Obenauers kinetischem vierteiligen Leuchtkasten- Objekt und den kleinen gr\u00fcnlichen Linienbildern Arne Schreibers eine Beziehung, die weniger lebhaft und reibungsvoll, weil auch weniger wahlverwandt ist, als die benachbarte Bildkonstellation Knoebel-Klenz. <\/strong><br \/>\n<strong>Und doch ist da Verbindendes zwischen dem Hanauer und dem Potsdamer: Es ist das Stille, Kontemplative ihrer Arbeiten.<br \/>\nAuf eigens gefertigten Aluminium-Rahmen hat Schreiber Holzplatten nach dem Nut- und Feder- System aufgebracht. Diese einzelnen Platten wurden nach dem \u00d6lfarben-Auftrag ausgetauscht und wieder zusammengesetzt. Schreibers Bilder bestehen aus Linien in hellen und dunkleren gr\u00fcnlichen T\u00f6nen. Sie strahlen Gelassenheit und Ruhe, aber auch leichte Melancholie aus.<br \/>\nAber ehe man sich ganz darauf einl\u00e4sst, werden Gef\u00fchl und Gedankeng\u00e4nge durch das h\u00f6rbare Aus-und Anknipsen der kleinen roten Viereckleuchten in Obenauers Wand-Installation gleich nebenan leise, aber bestimmt unterbrochen. Durch Dekonstruktion hinterfragt Schreiber das Originale eines Bildes. Viele Versionen sind m\u00f6glich. Und doch hat jedes f\u00fcr sich seinen eigenen &#8222;Charakter&#8220;. Obenauers Arbeit wiederum beweist, wie sehr sich ein Bild, in dem sich in rascher Folge etwas bewegt auch gleich unsere ganze Wahrnehmung ver\u00e4ndert. <\/strong><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich aber stellen alle vier K\u00fcnstler, der \u00e4ltere souver\u00e4ne Imi Knoebel wie die drei j\u00fcngeren bei diesem erfrischenden &#8222;Minimalistentreffen&#8220; mit all ihren elementaren Formen und Farben grunds\u00e4tzliche Fragen an die Malerei heute. Und f\u00fcr uns Betrachter entspinnt sich ein merkw\u00fcrdiger Faden zwischen den abstrakten Arbeiten der vier K\u00fcnstler und unseren eigenen, mal ganz simplen, mal ganz hochfliegenden Assoziationen. Und siehe da, auf einmal wird abstrakte, minimalistische Kunst ausgesprochen kommunikativ.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\">Frankfurter Rundschau &#8211; 02.08.2011<\/span> <span style=\"color: #999999;\">&#8211;\u00a0Ein Meister des Lichts &#8211;\u00a0Autorin: PAMELA D\u00d6RH\u00d6FER<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Wer das Atelier von Joerg Obenauer im Alten Drahtwerk betritt, l\u00e4sst Sonnenlicht und Au\u00dfenwelt hinter sich, taucht ein in einen Kosmos mit eigener Atmosph\u00e4re: geheimnisvoll, aber entspannt, farbenfroh, jedoch nicht zu grell. Elektronische Musik ist zu h\u00f6ren und ein eigent\u00fcmliches Klacken. Es stammt von einem dreidimensionalen Bild aus vielen kleinen W\u00fcrfeln, von denen einige in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden nach vorne ploppen.<\/p>\n<p>An einer anderen Wand lehnt eine runde Scheibe, die mit ihren leuchtenden Kreisen in Orange an ein Ufo erinnert und den Titel \u201eSpaceinvaders\u201c tr\u00e4gt. Normalerweise h\u00e4ngt die so extravagante wie dekorative Leuchte in einem Privathaus von der Decke. Die Eigent\u00fcmer haben sie Joerg Obenauer leihweise zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p>Denn ab dem 11. August werden ausgew\u00e4hlte Objekte und Installationen des Hanauer Lichtdesigners im Congress Park zu sehen sein. In der Schau wird erstmals auch das j\u00fcngste Projekt Obenauers vorgestellt: Der 37-J\u00e4hrige hat f\u00fcr den Schlossgarten ein modernes Kunstwerk in Gestalt eines \u00fcberdimensionalen gr\u00fcnen W\u00fcrfels entworfen. Derzeit existiert der \u201eluxcubus\u201c nur als verkleinertes Modell und in einer Simulation. Real soll er auf f\u00fcnf Meter hohen Stelen ruhen, Kantenl\u00e4ngen von zwei Metern besitzen und aus 294 quadratischen, von innen beleuchteten Glasfl\u00e4chen bestehen. Er w\u00e4re also weithin sichtbar und auch f\u00fcr die Menschen im Congress Park ein Blickfang.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Der Clou: \u00dcber ein Steuerpult im Foyer des ersten Stocks k\u00f6nnen Tagungsg\u00e4ste oder Besucher von Kulturveranstaltungen die Lichtfl\u00e4chen selbst in Bewegung setzt. Das funktioniert, indem sie einen Bildschirm ber\u00fchren, auf den die Skulptur projiziert ist. Spielt gerade niemand damit, dann bewegt sich das Licht im W\u00fcrfel nach einer Zufallssequenz, erkl\u00e4rt Joerg Obenauer. Er hofft, mit seinem sch\u00f6nen und auch poetischen Objekt \u2013 das f\u00fcr konservative Kunstliebhaber aber sicher gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig sein d\u00fcrfte \u2013 beim Hanauer Publikum anzukommen, vielleicht auch einige Sponsoren zu interessieren \u2013 ohne die sich das aufwendige Projekt kaum realisieren lassen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Designer w\u00e4re es das erste Kunstwerk in einem Park. Bisher hat er vor allem Bars und Clubs mit stimmungsvollen Lichtobjekten ausgestattet; unter anderem den Cocoon Club in Frankfurt, den King Kamehameha Club in K\u00f6ln und den Hafen 2 in Offenbach, dessen Betreiber sich f\u00fcr die Dauer der Ausstellung von ihrem Schmuckst\u00fcck getrennt haben.<\/p>\n<p>Eine geradlinie Formensprache, ausgefallene, witzige Konstruktionen und der Mut zur Farbe pr\u00e4gen die Arbeiten Obenauers. Beeinflusst worden sei er dabei von elektronischer Musik und ihrer Clubkultur, erz\u00e4hlt er. Mit seinen Arbeiten will er vor allem Atmosph\u00e4re schaffen, \u201eeinen \u00fcbergeordneten Inhalt\u201c, besitzen sie ausdr\u00fccklich nicht.<\/p>\n<p>Seine ersten Auftr\u00e4ge hat der Hanauer bereits w\u00e4hrend seines Studiums der Visuellen Kommunikation an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach erhalten. Demn\u00e4chst k\u00f6nnten von Obenauer entworfene Designst\u00fccke \u00fcbrigens in manchem Wohnzimmer stehen: Er hofft, mit zwei Leuchten in Serie zu gehen.<\/p>\n<p>Sowohl bei der Vermarktung wie auch bei der Produktion seiner Objekte kommt Obenauer ein Netzwerk an Spezialisten zugute, das er sich im Laufe der Jahre aufgebaut hat. Deshalb will er auch unbedingt in Hanau bleiben: \u201eNach Berlin zu gehen, k\u00e4me mir nie in den Sinn.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff5100;\"><strong>Frankfurter Allgemeine Zeitung &#8211; 11.08.2011<\/strong><\/span>\u00a0&#8211;\u00a0<span style=\"color: #999999;\"><strong>N\u00e4chtliches Lichtschauspiel im Congress-Park &#8211; Autor:\u00a0Jan Schiefenh\u00f6vel<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Hinter den Scheiben des Congress-Parks Hanau (CPH) pulsieren orangefarbene Leuchten, violette Dioden umkreisen einander, Licht und Schatten scheinen miteinander zu ringen.<br \/>\nIm S\u00fcdfoyer des Tagungszentrums, gut einsehbar durch die raumhohen Scheiben, sind 17 Arbeiten des Hanauer Lichtk\u00fcnstlers Joerg Obenauer zu sehen. Die Objekte bleiben die Nacht \u00fcber eingeschaltet, so dass das Lichtschauspiel am Rand der Altstadt bis zum Morgen dauert. Die Sommerausstellung des CPH ist bis Donnerstag, 1. September, zu sehen. Der 1974 in Hanau geborene Designer l\u00e4sst sich von der elektronischen Musik und der k\u00fchlen \u00c4sthetik der Diskotheken inspirieren.<br \/>\n&#8222;Es geht nicht darum, was ich als K\u00fcnstler zu sagen habe, sondern vielmehr um das individuelle Erleben, das doch f\u00fcr jeden Menschen anders ist&#8220;, sagt Obenauer, der an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Offenbach studierte. Seine Werke wirken abstrakt, wie die zw\u00f6lf orangefarbenen Scheiben, im Kreis angeordnet, fast wie auf dem Zifferblatt einer Uhr. Das Pulsieren der Lichtst\u00e4rke l\u00e4sst die Glasfl\u00e4chen scheinbar wachsen und schrumpfen. Mit der Bewegung spielt der K\u00fcnstler auch bei einem anderen Objekt: Leuchtende handtellergro\u00dfe Quadrate bewegen sich tats\u00e4chlich vor und zur\u00fcck. Wie als Beweis, dass es sich nicht um eine optische T\u00e4uschung oder einen Lichteffekt handelt, klackern sie dabei wie die Tasten einer Computertastatur. Das eint\u00f6nige Ger\u00e4usch und die sich wiederholende Bewegung wirken meditativ und beruhigend. Bei einer anderen Arbeit wirken vier wei\u00dfe Opalglasquadrate als Mattscheiben f\u00fcr ein Schattenspiel. Es scheint, als w\u00fcrden hinter dem Glas Objekte schweben, vielleicht in einer z\u00e4hen Fl\u00fcssigkeit, die nur langsame Bewegungen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das aufwendigste und auff\u00e4lligste Werk der Schau allerdings existiert nur virtuell. In einer Computersimulation l\u00e4sst sich ein Kubus, bestehend aus 294 von innen beleuchteten Glasfl\u00e4chen, steuern. Auf einer Leinwand erscheint der W\u00fcrfel, die Besucher der Ausstellung d\u00fcrfen ihn durch Ber\u00fchrungen eines Bildschirms steuern, sie k\u00f6nnen ihn anschubsen und in eine Drehung um die eigene Achse versetzen, mit einem Fingerzeig die einzelnen Glasfl\u00e4chen aufschimmern lassen. Die Simulation auf der Leinwand ist eine Fotomontage, in der der Kubus im Schlossgarten aufgestellt ist.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\">Frankfurter Allgemeine Zeitung &#8211; 16.2.2010<\/span><span style=\"color: #999999;\"> &#8211; Kunst in f\u00fcnf Zimmern, der Diele und der K\u00fcche &#8211; Autor: Christoph Sch\u00fctte\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Thomas H\u00fchsam und Oliver Raszewski er\u00f6ffnen in Offenbach einen neuen Ausstellungsraum f\u00fcr junge K\u00fcnstler. Mit Unterst\u00fctzung der gerade erst in Gr\u00fcndung befindlichen Aulich-Merkle-Stiftung haben sie einen \u201eorth f\u00fcr aktuelle Kunst\u201c gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Ihrem vor allem der jungen Kunst verpflichteten kuratorischen Konzept sind die Initiatoren aber auch am neuen Ort treu geblieben. Mit Valentin Beinroth, Joerg Obenauer, Nadine R\u00f6ther und Philipp von Wangenheim haben sie zum Auftakt vier Absolventen der Hochschule f\u00fcr Gestaltung eingeladen, um die rund zweihundert Quadratmeter Ausstellungsfl\u00e4che mit f\u00fcnf Zimmern, K\u00fcche und Diele zu bespielen.<\/p>\n<p>Gleich am Eingang zeigt Beinroth mit \u201eRTHK01\u201c seine konzeptuelle \u201eProbensammlung\u201c einer zweimonatigen \u201eExkursion auf Humboldts Spuren\u201c nach Hongkong, w\u00e4hrend vor R\u00f6thers \u201eFlugmaschine\u201c nebenan vermutlich selbst einem notorischen Flugpionier der K\u00fcnste schier die Luft wegbliebe.<\/p>\n<p>Panamarenko trifft Georg Herold, mag man beim Anblick des zusammengetackerten Monstrums ein wenig zweifelnd denken. Doch R\u00f6ther geht es nicht zuletzt um dezidiert bildhauerische Fragen. Und der Antrieb ist ohnehin ein kleines Wunder \u2013 und schwebt hoch oben unter dem Galerienhimmel: aus Beton. Irgendwo zwischen Komik und Kalauer bewegt sich die junge K\u00fcnstlerin in ihren Gemeinschaftsarbeiten mit Philipp von Wangenheim. Zu ihnen z\u00e4hlt der seit 2007 wachsende \u201eKippenberg\u201c, w\u00e4hrend Joerg Obenauers Lichtobjekte die Tradition der Konkreten Kunst formsch\u00f6n und \u00fcberzeugend in der Gegenwart fortzuschreiben trachten.<\/p>\n<p>Gleich gegen\u00fcber zeigt H\u00fchsam derweil in seiner Galerie neue Arbeiten der D\u00fcsseldorfer Malerin Andrea Bender und des K\u00f6lner K\u00fcnstlers Ivo Weber. W\u00e4hrend man all die lieben kleinen, brav gescheitelten und zugleich feist und verschlagen in die Welt blickenden Monster der einstigen Meistersch\u00fclerin Dieter Kriegs nach zahlreichen Ausstellungen an diesem Ort mittlerweile gut zu kennen glaubt, sind die konzeptuellen Arbeiten des 1962 geborenen Weber hier zum ersten Mal zu entdecken. Ob er eine gewaltige Mausefalle in den Ausstellungsraum wuchtet (Bild oben), als gelte es, den Betrachter mit dem Speck der Kunst zu locken,nur um ihm im n\u00e4chsten Augenblick das Fell \u00fcber die Ohren zu ziehen, oder ob er mit ein paar Kumpels Jahr f\u00fcr Jahr im Herbst durch den K\u00f6lner Gr\u00fcng\u00fcrtel spaziert, um buchst\u00e4blich den Wald zu fegen: Webers Kunst mag manchem ein wenig sonderbar erscheinen, ist aber stets pr\u00e4zise und von einnehmender Komik. Und immer wieder \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\"><strong>Offenbach-Hanau Post<\/strong>\u00a0&#8211; 24.12.2010<\/span> <span style=\"color: #999999;\">&#8211; Wegweiser in der Nacht &#8211; Autor: Carsten M\u00fcller<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Andere liefern den Sound Zum Nachtleben, er das passende Ambiente:<br \/>\nJoerg Obenauer setzt mit seinen dreidimensionalen Lichtobjekten renommierte Clubs wie das Frankfurter Cocoon oder die King-Kamehameha-Ableger in K\u00f6ln und Mallorca in Szene.<br \/>\nAuch wenn er sich beruflich ausschlie\u00dflich mit elektrischem Licht besch\u00e4ftigt, wei\u00df er stimmungsvolle Kerzen-Atmosph\u00e4re zu sch\u00e4tzen. \u201eIch habe eine romantische Ader\u201c, bekennt der Mittdrei\u00dfiger.<br \/>\nObenauer hat seinen Arbeitsmittelpunkt seit 15 Jahren im Hanauer DrahtWerk, einem zum trendigen Dienstleistungsstandort gewandelten Industriegeb\u00e4ude.<br \/>\nDie denkmalgesch\u00fctzte Drahtzieherei aus der Jahrhundertwende bietet ideale R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr junge Existenzgr\u00fcnder, neudeutsch Startups genannt, Obenauers Atelier, das er sich mit einem ehemaligen HfG-Kommilitonen teilt, liegt auf Zwei Ebenen und Licht ist hier ein selbstverst\u00e4ndliches Gestaltungsmittel.<br \/>\nKonzentriert und hell an den beiden Arbeitspl\u00e4tzen in N\u00e4he der grell-orangefarbenen K\u00fcchenzeile, dezent im Bereich des Sofas, das zwei Lichtobjekte in Lounge-Atmosph\u00e4re tauchen. Aus der Stereoanlage dringt pumpender Ambientsound, der Kaffee wird in Cocktailgl\u00e4sern serviert.<br \/>\nLeben und Arbeit harmonieren offensichtlich bestens.<br \/>\nVor sechs Jahren hat der HfG-Absolvent sein Studium der Visuellen Kommunikation bei Heiner Blum abgeschlossen. Seine \u201eBewerbungsmappe\u201c bestand unter anderem aus Lichtobjekten, die er anfangs zum Spa\u00df f\u00fcr Partys der Techno- und Elektro-Szene zusammenbastelte, anfangs noch aus Bettlaken, Holzgestellen und alten Fernsehern.<br \/>\nEs war sein Weg, etwas zum kulturellen Kontext der Techno-Szene beizusteuern, Das Clubleben hat ihn, der sich selbst als \u201eunmusikalisch\u201c bezeichnet, seit fr\u00fcher Jugend fasziniert.<br \/>\n\u201eToxic Trance\u201c war eine solche Aktion in Hanau, die Obenauer &#8211; mit seinen Werken bespielte. Heute sind die Objekte ungleich ausgefeilter, bis ins Detail perfektioniert. Sie gleichen Skulpturen in einem Spannungsfeld zwischen Design und Kunst, weshalb der Hanauer auch von Kunstgalerien Vertreten wird und dennoch nicht zu All\u00fcren neigt.<\/p>\n<p>Licht im Club ist f\u00fcr ihn neben der Musik und dem Interieur \u201edie Zweite oder dritte wichtige Komponente\u201c, um Atmosph\u00e4re zu erzeugen. Beruhigend etwa im Barbereich oder der Chillout-Zone, anregend bis aufstachelnd, je n\u00e4her es an die Tanzfl\u00e4che geht. In seinen, dem jeweiligen Interieur angepassten Installationen geht es um Bewegung in einem festen Zustand, um Leben in ruhiger H\u00fclle.<\/p>\n<p>Spezialanfertigungen wie Deckenobjekte mit Farbwechseln oder pulsierende Lauflichter sind Blickf\u00e4nge in einem Gesamtkonzept, das den Besucher einbezieht. Experimenteller seien die Clubs geworden, h\u00e4tten Ehrgeiz entwickelt und Lichtinstallationen als wichtige Stilelemente erkannt, sagt der Lichtdesigner. Obenauer versucht dabei, au\u00dfergew\u00f6hnliches zu erreichen, kann sich auf ein Netzwerk von Handwerkern verlassen, das bis nach W\u00e4chtersbach und weiter reicht. Trotz dieser professionellen Vernetzung hat sich der in Hanau geborene und in D\u00f6rnigheim aufgewachsene Designer eine Verbundenheit zur Region bewahrt, f\u00fcr den Freundeskreis und famili\u00e4re Wurzeln wichtig sind.<\/p>\n<p>Zum Design-Studium fand er auf Umwegen, hatte das Schulfach Kunst sogar zwischenzeitlich abgew\u00e4hlt, aber W\u00e4hrend des Zivildienstes seine Bestimmung gefunden und gezielt auf die Offenbacher Hochschule f\u00fcr Gestaltung beworben \u2013 auch weil sie nahe seiner Hanauer Heimat gelegen ist.<br \/>\nZurzeit entwirft Obenauer das Lichtkonzept f\u00fcr einen Club in Ludwigshafen und sucht nach Vermarktungspartnern f\u00fcr seine j\u00fcngsten Design-Objekte.<br \/>\n\u201eSlider\u201c sind rechteckige Lichtk\u00f6rper f\u00fcr die private Nutzung, ihren Namen haben sie von einem Schieberegler, den man von Musik-Mischpulten kennt. Mit ihm l\u00e4sst sich das Volumen des Lichtraums ver\u00e4ndern, durch den Austausch farbiger Scheiben auch die Stimmung.<br \/>\nDas Design ist bereits gesch\u00fctzt, Partner f\u00fcr die Serienproduktion sucht er unter anderem in Belgien und Italien.<\/p>\n<p>\u2026<br \/>\nSo ist Licht f\u00fcr J\u00f6rg Obenauer viel mehr als eine physikalische Funktion, Obwohl ihn diese Seite sehr fasziniert. Atmosph\u00e4re ist ihm genauso wichtig, weshalb er entspannten Stunden bei anheimelnder Beleuchtung viel abgewinnen kann: \u201eIn Solchen Augenblicken denkt man nat\u00fcrlich nicht an die Photonen, die durch den Raum Schie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\">Offenbach Post &#8211; 25.04.2008<\/span> <span style=\"color: #999999;\">&#8211; Brodeln im Labor des Lebens &#8211; Joerg Obenauers Lichtinstallationen in der Offenbacher Galerie H\u00fchsam &#8211; Autor: Carsten M\u00fcller<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Seine gewitzten Lichtobjekte sind noch aus dem im vergangenen Jahr leider geschlossenen Ausstellungsraum &#8222;portikussi&#8220; bestens bekannt: Joerg Obenauer, Absolvent der Offenbacher Hochschule f\u00fcr Gestaltung, verbindet Optik, Mechanik und Akustik zu transzendenten multimedialen Installationen, denen findige elektronische Schaltungen eigenes Leben einzuhauchen scheinen.<\/p>\n<p>Nachdem er R\u00e4ume mit schwebenden Lichtkugeln, illuminierten Drehk\u00f6rpern, grell leuchtenden Sonden und hinter Plexiglas hin und her fahrenden Kathoden gestaltet hat, zeigt die Offenbacher Galerie Thomas H\u00fchsam in ihrer aktuellen Ausstellung mit dem Titel &#8222;PIX&#8220; Ergebnisse neuer Experimente des umtriebigen Kinetik-K\u00fcnstlers. Der 1974 geborene Stipendiat der Johannes-Mosbach-Stiftung f\u00fchrt diesmal in seinen filigranen Konstruktionen Mechatronik, Magnetismus und Licht zu einzigartigen Wandobjekten zusammen.<\/p>\n<p>Die W\u00e4nde der Galerie schm\u00fccken wei\u00dfe quadratische K\u00e4sten, in denen kleine Plexiglas-W\u00fcrfel mit wei\u00dfen Stirnfl\u00e4chen und r\u00f6tlich schimmerndem Rand quadratisch angeordnete Gruppen aus 9, 15 oder gar 72 Rechtecken bilden. Vereinzelt gibt es kleine K\u00e4sten mit nur einem W\u00fcrfel. Wie vom Zufallsgenerator gesteuert, bewegen sich diese im Rahmen, fahren heraus und verschwinden wieder. Es gibt kein Muster und keine Regelm\u00e4\u00dfigkeit in der Abfolge. So entsteht der Eindruck, man habe es bei diesen durch und durch technischen Konstrukten mit einer Art organischem Wesen zu tun &#8211; besonders anschaulich bei gr\u00f6\u00dferen Objekten.<\/p>\n<p>Zu dieser Assoziation tr\u00e4gt auch die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ger\u00e4uschkulisse in den R\u00e4umen der Galerie bei. Die permanente Bewegung der Plexiglasw\u00fcrfel verursacht ein Saugen, Ploppen, Brodeln und Blubbern, das an ein Aquarium oder ein Labor erinnert. &#8222;An&#8220; und &#8222;Aus&#8220; &#8211; so funktioniert jede Computer-Schaltung. Obenauers Kunst weitet sich mithin zur Metapher auf k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\">Offenbach-Hanau Post &#8211; 06.01.2009<\/span> <span style=\"color: #999999;\">&#8211; Spiel mit Licht zur Kunst erhoben &#8211; Diplom-Designer Joerg Obenauer kreiert im ehemaligen Drahtwerk zeitlose Lichtinstallationen &#8211; Autor: Dieter K\u00f6gel\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die neun mal neun beleuchteten und im Quadrat angeordneten Acrylk\u00e4sten im wei\u00dfen, quadratischen Rahmen f\u00fchren ein interessantes Eigenleben. Mit einem leisen &#8222;Plopp&#8220; treten immer zwei einander zugeordnete Quadrate aus dem zun\u00e4chst eindimensional wirkenden Werk hervor, stehen dreidimensional als W\u00fcrfel im Raum, bevor sie wieder in die Fl\u00e4che zur\u00fccksinken und ein neues W\u00fcrfelpaar hervortritt, das Bild f\u00fcr eine Sekunde neu erschafft, ehe das n\u00e4chste &#8222;Plopp&#8220; und die n\u00e4chsten beiden K\u00f6rper der Oberfl\u00e4che des Objektes wieder eine andere Erscheinungsform verleihen. Aufgrund der ausgekl\u00fcgelten Schaltung f\u00fcr das Lichtobjekt gibt es nahezu &#8222;unendlich verschiedene M\u00f6glichkeiten&#8220; der Ver\u00e4nderung, wie der in Hanau t\u00e4tige Diplom-Designer und Lichtk\u00fcnstler Joerg Obenauer in seinem Atelier im ehemaligen Drahtwerk in der Frankfurter Landstra\u00dfe 52 erl\u00e4utert.<br \/>\nDort, in der ger\u00e4umigen Halle, h\u00e4ngen auch zwei metallene Kreise an der Wand. Gespickt mit lila und wei\u00dfen Leuchtdioden und Relais. Im Uhrzeigersinn wechseln sich die Farben der kleinen aber glei\u00dfend hellen Leuchtk\u00f6rper ab, symbolisieren f\u00fcr den Betrachter etwas \u00e4hnliches wie das Vergehen der Zeit, den Wechsel, das Flie\u00dfen, die fortw\u00e4hrende Ver\u00e4nderung in einem ewigen Kreislauf, begleitet und unterst\u00fctzt vom rhythmischen Klicken der Relais. Oder?<br \/>\nDem Hanauer Lichtk\u00fcnstler ist eine solche Interpretation recht. Er k\u00f6nnte aber auch mit einer anderen leben. Hauptsache, dass seine Lichtobjekte beim Betrachter etwas ausl\u00f6sen und der sich die Frage stellt: Was macht das Objekt mit mir?<br \/>\nDenn obwohl sehr technischer Natur, geht von den Arbeiten des 34-j\u00e4hrigen Joerg Obenauer auch noch etwas ganz anderes aus. Eine gewisse Ruhe, eine Einladung, sich auf sehr faszinierende Lichtspiele, den damit verbundenen Stimmungen und Atmosph\u00e4ren einzulassen.<br \/>\nObenauer schaffe, so die Beschreibung seiner Arbeiten anl\u00e4sslich einer Ausstellung in einer Berliner Galerie, mit leichter Hand &#8222;das Zusammenspiel zwischen Bewegung und Meditation.&#8220;<\/p>\n<p>Joerg Obenauer, 1974 in Hanau geboren, in D\u00f6rnigheim aufgewachsen und an der Otto-Hahn-Schule Abitur gemacht, experimentierte bereits fr\u00fch mit Licht.<br \/>\nEines seiner ersten selbst gebauten Objekte, so schmunzelt er, sei die auf dem Plattenspieler montierte Taschenlampe gewesen. Aus Spielzeugautos ausgebaute kleine Motoren samt Elektrik- und Elektronikteilen haben ihn dann allerdings in andere Dimensionen des Lichtdesigns gehoben, und bereits w\u00e4hrend des Studiums im Fachbereich Freie Gestaltung an der Offenbacher Hochschule f\u00fcr Gestaltung, das er 2004 mit dem Diplom abschloss, tastete Obenauer neue M\u00f6glichkeiten des Metiers ab.<br \/>\nMit Erfolg. Heute geben seine Lichtobjekte und Lichtinstallationen den Lounges verschiedener renommierter Tanzclubs in Frankfurt oder K\u00f6ln eine ganz eigene, auf die Architektur abgestimmte Atmosph\u00e4re.<br \/>\nWas den Lichtdesigner dabei besonders auszeichnet, er folgt weder einem Trend, noch einer Mode. Er bleibt bei seinen klaren, gradlinigen Formen, die f\u00fcr ihn etwas &#8222;Zeitloses&#8220; haben und &#8222;eine eigene Sprache sprechen.&#8220;<br \/>\nUnd die wird verstanden und gesch\u00e4tzt. Auch von einem Auftraggeber, f\u00fcr dessen Wunsch bereits ein Demonstrationsmodell in Obenauers Atelier h\u00e4ngt.<br \/>\nEine bildschirm\u00e4hnliche Fl\u00e4che, auf der weiche Formen in Braunt\u00f6nen fast wie ein Vorhang im Wind wehen.<br \/>\nLichtkunst made in Hanau. Und das nicht ohne Grund. Joerg Obenauer bezeichnet sich selbst als &#8222;bekennenden Hanauer.&#8220; Nicht nur, weil der Arbeitsraum in Hanau im Gegensatz zur benachbarten Metropole Frankfurt bezahlbar ist, sondern weil er sich hier in den vergangenen Jahren auch die n\u00f6tige Infrastruktur f\u00fcr seine k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit geschaffen hat.<br \/>\nZu wissen, wo verl\u00e4sslich Acrylglas zu beziehen ist, wo es Glaser gibt, die seinen Anforderungen gerecht werden k\u00f6nnen, oder Handwerksbetriebe, denen er spezielle Auftr\u00e4ge anvertrauen kann, das ist f\u00fcr Obenauer, der sich mittlerweile vorwiegend dem kreativen Prozess widmet, wichtig.<br \/>\nDieses Netzwerk hat er sich in Hanau \u00fcber die Zeit hin erschlossen. Bei einem Ortswechsel &#8222;f\u00e4ngt man wieder bei Null an.&#8220;<br \/>\nUnd das ist nicht n\u00f6tig. Zumal die Kunden, die sich f\u00fcr die Arbeiten des Hanauer Lichtdesigners interessieren, mittlerweile aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet den Weg nach Hanau finden.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff5100;\">Frankfurter Rundschau &#8211; 01.03.2000<\/span> <span style=\"color: #999999;\">&#8211; Autor: Benjamin Fairbrother<\/span><\/strong><\/p>\n<p>In Hanau hat sich eine junge Kunstszene etabliert.<br \/>\nMit dem Drahtwerk haben die K\u00fcnstler Lars Contzen, Joerg Obenauer und Ulrich Opitz 1999 ein Gemeinschaftsatelier im Stadtteil Kesselstadt gegr\u00fcndet. Dieses Projekt tr\u00e4gt nun erste Fr\u00fcchte.<br \/>\nEine Arbeit von Joerg Obenauer wird anl\u00e4sslich der Expo 2000 in Hannover zu sehen sein.<br \/>\nK\u00fcnstliches Licht begegnet uns im t\u00e4glichen Leben auf Schritt und Tritt, ist bereits so sehr Teil unserer Alltagskultur geworden, dass wir es l\u00e4ngst nicht mehr bewusst wahrnehmen.<\/p>\n<p>Joerg Obenauer besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit der Gestaltung von Lichtquellen.<br \/>\n&#8222;2x36x10\u00b0 bistabil&#8220; hei\u00dft die Arbeit, die der Automobilhersteller DaimlerChrysler auf seiner Science-Ausstellung LAB01 in der nieders\u00e4chsischen Landeshauptstadt bis Ende Oktober pr\u00e4sentieren wird.<br \/>\nN\u00fcchtern betrachtet besteht &#8222;2x36x10\u00b0 bistabil&#8220; aus 72 Relais, die in zwei Ringen um einen gemeinsamen Mittelpunkt angeordnet sind.<br \/>\nJedes Relais ist mit einer blauen und einer gelben Leuchtdioden verbunden. Setzt man &#8222;2x36x10\u00b0 bistabil&#8220; unter Strom, schalten sich, begleitet von einem h\u00f6rbaren Klacken, zun\u00e4chst alle gelben L\u00e4mpchen der Reihe nach an, w\u00e4hrend gleichzeitig die benachbarten blauen Dioden erl\u00f6schen. Anschlie\u00dfend kehrt sich der Vorgang um.<\/p>\n<p>Mit Worten ist &#8222;2x36x10\u00b0 bistabil&#8220; nur schwer zu beschreiben. Das trifft auf Obenauers Kunst im Allgemeinen zu. Seine Kunstobjekte leben von den Empfindungen, die sie beim Betrachter ausl\u00f6sen.<br \/>\nSie fesseln das Auge, erzeugen unwillk\u00fcrliche Assoziationen, spielen mit bekannten Bildern, nehmen den Raum ein, den sie beschreiben, ohne laut zu sein, fordern aber dennoch st\u00e4ndig dazu auf, Selbstverst\u00e4ndliches zu hinterfragen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nJe l\u00e4nger man sich mit der Arbeit auseinandersetzt, desto mehr beginnt das Objekt sich selbst zu enth\u00fcllen.<br \/>\nObwohl auf den ersten Blick hoch technisiert, tr\u00e4gt Obenauers Kunst auch menschliche Z\u00fcge.<br \/>\nSchien das Klacken der Relais eben noch v\u00f6llig gleichm\u00e4\u00dfig zu sein, erkennt man bei genauem hinh\u00f6ren, dass die Intervalle manchmal l\u00e4nger und manchmal k\u00fcrzer sind.<br \/>\nDiese Unregelm\u00e4\u00dfigkeit offenbart sich auch dem Auge: Einmal scheint der innere Ring dem \u00e4u\u00dferen davonzulaufen, dann umgekehrt.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr einen Elektroingenieur w\u00e4re meine Arbeit wahrscheinlich viel zu umst\u00e4ndlich&#8220;, schmunzelt Obenauer: &#8222;Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man das ganze auch viel kleiner und moderner haben. Das hei\u00dft mit weniger Aufwand und neuerer Technologie.&#8220;<br \/>\nAuch die Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten lie\u00dfen sich so vermeiden. Doch der 25-j\u00e4hrige K\u00fcnstler strebt mit seinen Objekten nicht nach technische Perfektion.<br \/>\nEs geht ihm nicht um Lichteffekte, sondern auch darum, Prozesse der Signalweitergabe wieder sichtbar zu machen, Abl\u00e4ufe darzustellen, die sonst im Verborgenen liegen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nInspirieren l\u00e4sst sich Obenauer bei seiner Arbeit von moderner Pop-Kultur, die in den Medien und in elektronischer Musik ihren Ausdruck findet.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nObenauers Objekte sind immer wieder im Rahmen von Gemeinschaftsausstellungen im Gro\u00dfraum Frankfurt zu sehen.<br \/>\n&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hanauer Anzeiger &#8211; 01.12.2022 &#8211; Kampf zwischen Hell und Dunkel &#8211; Lichtinstallationen &#8222;Qbits&#8220; von Joerg Obenauer sind in der Arp-Galerie zu sehen &#8211; Autor: Matthias Gr\u00fcnewald Hanau &#8211; Zwei Jahre musste Joerg Obenauer auf seine Ausstellung warten, immer wieder kam Corona dazwischen. 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